Erste Woche-Lungujja (10.07.-14.07.23)
Nach dem Frühstück haben wir unsere Busse mit dem Gepäck beladen. Bevor dann alle Teams auf ihren Weg geganngen sind, haben wir noch füreinander gebetet. Dann haben wir uns von den anderen Teams verabschiedet und sind zu unserer ersten Schule gefahren. Diese war nur 5 Minuten entfernt. Wir wurden von den Kindern mit Flöten, Singen und Klatschen begrüßt. Als wir dann unsere Koffer ausgepackt, wollten die Ugander uns dabei unbedingt helfen, als Zeichen der Gastfreundschaft. Dann wurden wir in die Halle, der Schule und gleichzeitig auch der Kirche geführt. Dort hat sich die ganze Schule versammelt und der Chor hat für uns ein paar Lieder gesungen, bei denen alle mit eingestimmt sind. Die Lehrer haben sich uns vorgestellt und danach haben wir uns kurz vorgestellt. Wir sind dann erst in das Haus vom Pfarrer gegangen, der auch gleichzeitig der Leiter ist, und haben die Zimmer aufgeteilt. Danach sind wir in jede Klasse einmal rein, um hallo zu sagen. Die zwei jüngsten Klassen waren dabei sehr aufgeregt und sind zu uns gerannt und haben uns umarmt. Alle ältern waren gesitteter und haben uns nur viele high fives gegeben. Am Nachmittag haben wir Moskitonetze zum Lüften aufgehangen, waren auf einem Spaziergang durch die Gemeinde gelaufen und haben den nächsten Tag vorbereitet.
Nach dem Frühstück mit einer kurzen Bible study haben wir unterrichtet. Zuerst habe ich bei einer Umweltstunde geholfen und danach habe ich Malariaprävention unterrichtet. Außerdem hatten wir noch eine Stunde Explorer. Dabei erzählen wir den Kindern eine Bibelgeschichte, spielen, basteln und singen mit den Kindern. Am Nachmittag sind wir erst auf einen Rundgang durch die Gemeinde um Müll zusammeln und danach sind wir los um Moskitonetze zum ersten Mal aufzuhängen. Bei dem Aufhängen gehen wir zu zweit oder dritt in ein Haus und müssen die Netze wirklich aufhängen, ansonsten würden die Ugander die Netze einfach weiter verkaufen. Wir haben als an dem Tag vorallem gelernt wie man die Netze am besten aufhängt. Die Häuser sind dabei sehr klein und eng und teilweise braucht man auch eine Taschenlampe, um etwas sehen zu können. Am Abend wollte ich dann sicher gehen dass die Jungs ins Bett gehen und habe mich deshalb in meine Zimmertür gesetzt (die war gegenüber von deren Zimmern). Aber dann haben die sich einfach zu mir gesetzt und wir haben über die Bibel und darüber dass ich ein Intern bin geredet. Aber es war dann auch realtiv spät und obwohl wir echt ein gutes Gespräch hatten, habe ich sie dann noch ins Bett geschickt.
Am Mittwoch habe ich am Vormittag wieder die Umweltstunde und Malariaprävention unterrichtet. Danach hatte ich dann aber eine Stunde Story-Bag. Dabei ist man in zweier Teams aufgeteilt und macht eine Stunde über ein Kinderbuch (das ist vorallem für die 3-6 Jährigen). Vorallem nach den paar Stunden unterrichten, haben wir schon bemerkt, dass man immer besser wird. Außerdem wurde am Vormittag von den Uganderinnen unserer Wäsche gewaschen bis auf unserer Unterwäsche und Socken, die haben wir dann in der Vormittagspause selber gemacht. Dabei durften wir lernen wie man am besten mit der Hand selber wäscht. Am Nachmittag haben wir dann Solarkocher gebastelt mit einer Klasse. Damit kann die Schule dann nur mit Sonnenlicht kochen. Dafür mussten wir mit großen Küchenmesser durch Karton schneiden, was die Schulkinnder (5. Klasse) gemacht haben. Da hatte ich als Leiter schon etwas Angst des sich jemand schneidet, aber es ist alles gut geganngen. Danach haben wir dann wieder Moskitonetze aufgehangen. Dieses Mal haben wir alles alleine gemacht. Dazu mussten wir auf viele Hochbetten klettern, bei denen du dir nicht sicher bist, ob die dich halten. Am Abend hatten dann sogar noch 3 der Jugendlichen mit den Söhnen vom Pfarrer eine kleine Karaoke eingelegt, was sehr lustig und schön war.
Am Donnerstag früher aufgestanden um mit zwei der Jungs ein Workout zu machen. Sie haben sich nämlich gewünscht, dass ich mal mitmache und da sie mich am Tag zuvor nicht genervt haben, habe ich ihnen den Wunsch erfüllt. Dann gings nach dem Frühstück und der bible study los, um wieder zu Unterrichten, dieses Mal Angermanagment (Wie man seine Wut kontrolieren kann). Diese Stunde gehört zu einer Reihe der „Healty Realtionships“ (Gesunde Beziehungen). Dabei bringen wir den Kindern bei wie man mit Gefühlen umgeht, aber auch wie man mit Erwachsenen oder anderen Kindern umgeht und was man tuen kann, wenn man nicht richtig behandelt wird. Danach haben wir die Kleidung, die wir aus England mitgenommen haben nach Größen sortiert und danach an die Kinder verteilt. Wir konnten jedem Kind aus Nursery (3-6 Jahre) ein Kleidungsstück geben. Es war dabei sehr schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder über nur eine Jacke oder Hose gefreut haben. Dann konnten wir auch noch vielen Ältern Kindern etwas geben. Es war allerdings auch schwierig den Kindern etwas zu geben, da man nicht lange Zeit hat etwas zu finden, was dem Kind gefällt und warscheinlich auch passt. Am Nachmittag bin ich dann mit den Mädels mit, die mit der ältesten Klasse wiederverwendbare Binden nähen. Dabei habe ich aber nur BHs an die Mädchen verteilt. Das war auch ziemlich schwierig den richtigen für jede zu finden, aber am Ende hatte jede einen der gepasst hat. Danach kamen eine Gruppe Mütter, die Schwanger war oder noch Babys haben und ein paar Eltern, damit wir an die Mütter noch Babykleidung verteilen können und für die Eltern haben wir einen Informationsabend gemacht darüber, was wir den Kindern unterrichten. Dabei kam ein kleines Mädchen zu mir, dass dann die ganze Zeit auf meinem Schoß saß.
Freitag war der letze Tag an der Schule. Die erste Unterrichtstunde war mit den ältesten Mädchen über ihre Periode. Dadurch dass die anderen schon den Rest der Woche mit ihnen genäht haben, waren sie sehr interessiert und auch selbstbewusst um mit zumachen und fragen zu stellen. Bis zum Mittagessen hatten wir noch eine Stunde Explorer und Story-Bag. Am Nachmittag haben wir dann wider mit den Mädchen genäht. Dabei waren die auch traurig dass wie bald gehen müssen. Aber zuerst hatten wir noch ein Lehrer Treffen indem man sich von den Lehrern verabschiedet hat. Danach haben wir unsere Taschen geholt und mussten zum Bus. Auf dem Weg haben wir uns dann von den Kindern verabschiedet und wir haben auch viele Briefe von ihnen bekommen. Das war sehr schön und traurig zu gleich, dabei kannte man selber nur ein paar wenige von den Kindern.
Die erste Woche hat mir sehr gut gefallen. Ich fande die Schule sehr schön und ich kannte auch immerhin ein paar Kinder. Man hat sehr viel gelernt und das Unterrichten hat viel Spaß gemacht. Außerdem bin ich richtig gut mit meinem Team zusammengewachsen und habe vorallem die Jungs richtig gut kennengelernt.
zweites Wochenende (14.07.-16.07.23 )
Nach dem Abschied von den Kindern ging es dann wieder zum Mission Guest Apartment für uns. Dort haben wir dann alle begrüßt, die schon da waren und dann noch die restlichen Teams, die gekommen sind. Wir hatten dann eine große Besprechung nach dem Abendessen, bei der jeder etwa von seiner Woche teilen durfte. Danach gab es noch etwas Freizeit bis es ins Bett ging. Aber man hat gemerkt, dass viele der Jugendlichen nicht gut geschlafen hatten und es doch sehr viele Eindrücke gab, die teilweise dann nicht ganz verarbeitet waren.
Am Samstag ging es für uns in die Stadtmitte von Kampala. Dort ist es sehr viel los. Deshalb haben wir uns wider in 4 kleine Gruppe aufgeteilt, da man dann die Jugenlichen aus seiner Gruppe leichter zusammenhalten kann. Zuerst mussten wir den Weg zum Craft market finden und haben uns dabei direkt verlaufen. Ich habe die Gruppe mit einem anden Leiter geleitet und wir waren beide zum ersten Mal da. Deshalb haben wir uns an die Einheimischen gehalten und sind dann doch noch irgendwann angekommen. Dort konnten wir uns selber umschauen und Souveniers kaufen. Danach ging es zu „Nandos“, damit wir uns etwas zu essen kaufen können. Von dort ging es über einen kurzen Abstecher beim Internetcafe, um eine Mail an die Eltern zu schicken, zu einem Hotel, den dort sind wir an den Pool gegangen, um noch etwas zu entspannen. Danach ging es dann zurück zu unserem öffentlichen Bus. In Uganda muss man dabei warten, bis der Bus voll ist und dann fährt er erst los. Die Innenstadt war aber auf jeden Fall sehr beeindruckend. Es waren so viele Menschen auf einem Fleck und es gab auch sehr viele kleine Kinder, die alleine ohne ihre Eltern gebettel haben und dadurch warscheinlich auch nicht in die Schule gehen werden. Zurück im Mission Guest Apartment hatten wir dann nur noch Abendessen und Freizeit. Außerdem haben wir noch den dritten Leiter aus meinem Team begrüßt, der an dem Nachmittag, als wir in Kampala waren angekommen ist. Er konnte wegen seiner Arbeit bei der ersten Woche nicht dabei sein.
Am Sonntagmorgen haben wir uns nochmal in unsere Teams aufgeteilt, da wir Kindergottesdienste in unterschiedlichen Orten geleitet haben. Mein Team hatte das Glück, dass wir wieder zu Lungujja gegannen sind. Und da wir da ja unsere Woche verbracht hatten, kannten uns die Kinder schon. Es war dann so aufgeteilt, dass 3 ausgewählte Jugenlichen in dem Gottesdienst für Erwachsene predigen und alle anderen den Kindergottesdienst halten. Dies war dadurch anspruchsvoll, da wir 120 Kinder hatten und wir eigentlich nur 60 erwartet hatten. Deshalb haben wir uns dann aufgeteilt und es hat noch gut funktioniert. Nach dem Kindergottesdienst sind wir dann in den großen Gottesdienst, indem die 3 Prediger nochmal ihre Predigt gehalten haben. Alle drei Jugenlichen waren auch wirklich sehr gut (vorallem weil es einem der drei an dem Morgen gesundheitlich nicht gut ging). Es war dann auch sehr schön einen typsich Ugandischen Gottesdienst zu sehen, der wieder mehr lebendig war. Alledings war er auch viel länger. Wir sind dann direkt bei der Schule geblieben, weil die anderen Teams dann zu uns gekommen sind, um dort zusammen Mittag zu essen. Nach dem Mittagessen gab es dann ein Fußballspiel England gegen Uganda. Bei dem Fußballfeld ist es aber so, dass da mal Ziegen hinüberlaufen können und er Boden nicht eben ist. Deshalb haben sich unsere Jugendlichen auch schwerer getan. Das schöne war, dass die ganze Gemeinde dort war und man viele Kinder aus der Schule nochmal gesehen hat. Die Gemeindschaft ist auch eine Sache, die man in Uganda sehr viel erlebt hat und die auch vorallem den Jugendlichen sehr gut gefallen hat. Nach dem Spiel ging es für uns dann zurück.