
1.12.-3.12. Christmas Fair
Am Samstag war der Christmas Fair. Es war schon sehr stressig, weil wir die ganze Zeit checken mussten, ob alle Jugendlichen das machen, wozu sie eingeteilt sind. Letztendlich konnten wir aber insgesamt über £4.500 sammeln.
4.12.-10.12. Schnee in England!!!


In ekids fangen wir nun an für das Nativity play zu proben, das ist eine Art Krippenspiel, aber sehr einfach gehalten, weil wir nur dann proben, wenn wir auch normalerweise Kindergottesdienste haben. Dafür sind auch die älteren Kinder aus Impact zu uns gekommen. In der Woche hat mich der Pfarrer eingeladen mit ihm und seiner Familie (ich kenne die Kinder von den Life groups) nach Weihnachten in den Urlaub nach Nord Wales mitzufahren. Ich habe mich über die Einladung sehr gefreut, aber erst zugesagt, nachdem ich meine Chefin gefragt, ob das safeguarding technisch okay ist. Am Donnerstagmorgen war ich in einer der Grundschulen, um ein Krippenspiel anzuschauen. In der Schule spielt jeder Jahrgang für die Eltern ein Spiel und ich durfte auch zuschauen.
Am Freitagmorgen hat es plötzlich geschneit!!! Normalerweise schneit es in dieser Gegend von England nicht, weil wir auf einer Halbinsel wohnen, die durch das Wasser gewärmt wird. Folglich haben wir uns sehr gefreut und einen Schneemann gebaut. Danach sind wir dann nach Liverpool gefahren, um ein bisschen in Shops nach Geschenken zu schauen. Eigentlich wären wir dann am Abend zu YF Movie Night gegangen, aber sie wurde wegen dem Schnee abgesagt. So haben wir gelernt, dass die Engländer schon bei ganz wenig Schnee Panik bekommen und nichts mehr funktioniert. Deshalb sind Lenja und ich nach dem Liverpoolausflug zu ihr gegangen und haben uns was zum Abendessen gemacht und noch was angeschaut.
11.12.-17.11. Vorbereitungen für Weihnachten und Besuch


Am Sonntagmorgen bin ich noch vor der Kirche zum Stall. Den dort gab es einen Christmas Fair und ich habe dafür geholfen und ein paar Ponys geputzt. Dann musste ich aber zur Kirche weiter. Nach der Kirche war ich bei der Pfarrersfamilie zum Lunch eingeladen zusammen mit Lenja und einer Familie von der Kirche, bei der ich die Kinder auch durch ekids kenne. Wir waren dann eine ganze Weile dort und sind erst am späten Nachmittag gegangen. Bei YF hatten wir dieses Mal keine normale Session, sondern es war Christmas Party. Dort haben wir Teams gebildet und verschiedene Spiele gespielt, die verschiedene Leiter geleitet haben, auch ich und Sabrina haben zusammen ein Spiel geleitet. Diese Woche waren alle life groups dann nur in Otto Lounge und wir haben uns nur zum Reden und Spiele spielen getroffen. Und da wir sonst nichts vorbereiten mussten, bin ich ausnahmsweise zu allen life groups gegangen. Bei Little Fishes gab es auch eine Christmas Party, bei der ich Kinderpunsch für die Erwachsenen gemacht habe und wir mit den Kindern noch besondere Spiele gespielt haben. Am Dienstagabend war ich und Lenja dann bei meiner Spiritual Direktorin eingeladen. Sie soll mir im Glauben helfen, aber diesmal war es nur zum Abendessen bei ihr zu Hause und ihrem Mann, damit sie mich und auch Lenja kennen lernen kann. Am Donnerstag habe ich besonderen Besuch von einer Freundin bekommen, die auch ein DJiA macht und glücklicherweise durfte sie bei meiner Gastfamilie übernachten. Weil Lenja und ich noch arbeiten mussten, durfte sie mit zu Impact kommen und die Spiele mitspielen. Am Abend ging es dann zu einem Carol Service, bei dem Lenja und ich helfen sollten, also haben wir auch dahin unsere Freundin mitgenommen. Am Freitag musste ich sie also auch in der Früh mit zum Stall nehmen, aber dort hat sie uns sehr geholfen, weil durch die Kälte alles gefroren war – dann ist alles etwas schwieriger. Wie gesagt Engländer können mit Frost und Schnee nicht so gut umgehen. Nach einem kurzen Mittagessen sind wir dann nach West Kirby gefahren. Das ist eine kleine Stadt auch auf dem Wirral. Dort sind wir um den Marine Lake gelaufen und haben uns noch kurz die Stadt angeschaut. Zum Abendessen waren wir bei Lenja, damit unsere Freundin auch Lenjas Gastfamilie kennenlernen kann. Am Samstag sind wir dann noch nach Chester gefahren, das ist außer Liverpool die andere größer Stadt in unsere Nähe. Vor dem Abendessen wollten wir, aber noch zu den Dales, den dort hat man einen sehr schönen Überblick über die Dee, das ist der Fluss, der ins Meer führt. Für das Abendessen sind wir mit ihr zu Ottos, denn da muss man einmal hingehen und das Essen genießen.

18.12.-24.12. die letzten Arbeitstage in 2022 und Heilig Abend

Am Sonntag ging es für unsere Freundin auch schon wieder weiter und wir mussten uns noch vor der Kirche von ihr verabschieden. Aber ihr Besuch war sehr schön und wir haben uns sehr darüber gefreut. Im Gottesdienst war es dann der Tag, an dem die Kinder das Nativity Play vorführen. Es war etwas chaotisch. Wir hatten am Ende sogar zwei Marias, aber das ist hier normal, denn die Kinder sollen einfach nur Spaß haben. Am Abend war kein Encounter mehr, aber dafür ein weiter Carol Service, bei dem ich mit den Getränken geholfen habe. Am Montag war dann mein letzter Arbeitstag. Für mich ging es am Vormittag zu Ottos, um mit meiner Chefin und Lenja Impact für den nächsten Term zu planen und am Nachmittag zum letzten Mal für dieses Jahr in die Grundschulen. Der Dienstag war dann sehr entspannt mit Ausschlafen. Am Nachmittag kam Lenja noch zu mir vorbei und am Abend kam Lenja zum Chrissi Tuesday mit. Die Familie, bei der ich jeden Dienstag bin, um ekids vorzubereiten, hatte Lenja auch eingeladen. Vor allem der Sohn war sehr begeistert, als Lenja gezeigt hat, was sie alles mit dem IPad zeichnen kann. Am Mittwoch nach dem Stall bin ich zu einem Lunch vom Staff-Team gegangen und danach zu Sabrina gefahren. Lenja ist spontan mitgekommen. Dort haben wir zum ersten Mal ihr Zimmer gesehen. Am Donnerstag bin ich mit Lenja durch Heswall gelaufen, um eventuell noch ein Geschenk zu kaufen. Am Abend habe ich dann an einer Christmas Party über Zoom von Time for God teilgenommen. Dort waren zwar nicht so viele Teilnehmer, aber die Spiele haben trotzdem Spaß gemacht. Allerding ging es mir danach nicht mehr so gut und wurde etwas krank. Aber das ist sowas wie eine Tradition, weil laut meinen Gasteltern, alle Interns über Weihnachten krank wurden, also war ich mal dran. Am Freitag bin ich dann trotzdem zum Stall und habe geholfen die Pferde auf die Koppeln zu führen, aber danach bin ich nach Hause, weil ich mich wirklich nicht gut gefühlt habe. Zu Hause habe ich mich dann ins Bett gelegt und ausgeruht. Später ging es mir auch schon etwas besser, sodass ich mit meiner Gastmutter und ihrer Tochter in ein Musical im Theater von Liverpool gehen konnte. An Heiligabend war alles sehr entspannt. Am Morgen habe ich ausgeschlafen. Am Abend bin ich sogar zu einem Gottesdienst gegangen, zum Abendessen gab es sogar Raclette, wie sonst auch immer. Damit ich auch etwas deutsches Weihnachtsfeeling bekomme, haben wir extra unseren Stocking (Socken) schon am Heiligen Abend geöffnet, anstatt erst morgen früh.
25.12.-31.12. Ein englisches Weihnachten, Urlaub in Anglesey und Silvester

Christmas… Am Morgen ging es um 10 Uhr in den Gottesdienst. Danach kam Besuch von der Verwandtschaft meiner Gastfamilie. Zum Lunch blieb dann die Tante meiner Gastmutter, ein Paar von der Kirche und natürlich meine Gasteltern mit deren erwachsenen Kindern. Traditionell gab es Truthahn mit Kartoffeln, Gemüse, „Stuffing“ und Pigs in Blankets (Würstchen mit Speck drum rum). Um Punkt 3 saßen dann alle vor dem Fernseher, um die Kings Speech anzuschauen. Danach gab es Pudding, aber der traditionelle Christmas Pudding war nicht mein Favorit. Die Gäste blieben dann bis ca. halb 6. Dadurch durften wir die Geschenke auch erst dann öffnen. Das war dann schon sehr spät, selbst für Engländer. Nach der Bescherung haben wir noch ein Spiel gespielt, bis alle schlafen gegangen sind.

Für mich ging es am nächsten Tag mit der Familie des Pfarrers nach Nord Wales. Den ganzen Boxing Day (so wir der 26. genannt) haben wir dann bei der Verwandtschaft der Familie verbracht. Die Verwandtschaft war auch richtig nett und haben mir sogar auch ein kleines Geschenk gegeben. Erst am Abend sind wir dann im Ferienhaus in Anglesey angekommen. Dort mussten wir erstmal alles so herrichten, das wir dort auch übernachten können und haben auch mit einem Weihnachtsbaum etwas dekoriert. Am Abend haben wir noch ein Spaziergang durch das Dorf gemacht, bis wir den Abend vor dem Fernseher ausklingen haben lassen, indem wir Death in Paradise angeschaut haben. Am nächsten Tag haben dann alle ausgeschlafen. Und weil es den ganzen Tag nur geregnet hat, typisch Wales, blieben wir nur im Haus und haben einen entspannten Tag gemacht. Dort hat einfach die ganze Familie Bücher gelesen, also alle! Auch am nächsten Tag hat es geregnet, aber wir sind trotzdem für einen Spaziergang rausgegangen. Wir sind zu einem Sandstrand gelaufen, bei dem im Sommer viel Familien sind. Der Sohn ist dann noch etwas weiter auf einen Berg gelaufen und ich bin mit dem Pfarrer und der Tochter wieder zurück ins Dorf gelaufen. Dort haben wir aber noch einen Zwischenstopp in einem Café gemacht, um Kaffee oder eine heiße Schokolade zu trinken. Am Abend kamen dann Freunde der Familie zu Besuch, die im gleichen Dorf ein Ferienhaus haben. Mit denen haben wir uns dann unterhalten und der ältere Sohn hatte einige Geschichten über die Uni zu erzählen, die er seit diesem Jahr besucht. Am Abend musste ich mich dann schon vom Sohn verabschieden, weil es für mich am nächsten Tag ziemlich früh wieder nach Hause ging und ich sie am Morgen nicht mehr sehen würde. Am nächsten Morgen musste ich also sehr früh aufstehen, frühstücken und packen. Dann habe ich mich auch von der Tochter verabschiedet, die durch meinen Wecker aufgewacht ist, weil wir uns ein Zimmer geteilt haben. Der Pfarrer hat mich dann nach Hause gefahren, weil er noch zu einer Hochzeit musste. Die nächsten Tage habe ich dann etwas entspannt und mein Zimmer aufgeräumt, während ich alleine im Haus war, weil meine Gasteltern für ein paar Tage in den Urlaub gefahren sind. Silvester habe ich mit Lenja, ihrer Mutter und ihrem Bruder verbracht, die sie besucht hatten. Wir haben am Abend zusammen gekocht und gebacken, Dinner for one angeschaut, um 23 Uhr Familie und Freunden in Deutschland ein frohes neues Jahr gewünscht und um 0 Uhr selbst gefeiert. Lenjas Bruder hat dabei etwas Feuerwerk abgefeuert. Danach hat mich Lenja und ihre Mutter noch nach Hause begleitet. Und so konnte ich 2022 abschließen. Mit Menschen, die ich vor 1 Jahr noch nicht kannte, mit vielen alten und neuen Freunden und mit sehr vielen neuen Erlebnissen.